Moers: Gericht will weitere Zeugen hören
Moers: Gericht will weitere Zeugen hören . In die dritte Runde ging es gestern im Prozess um einen möglicherweise fingierten Einbruch in ein Kamp-Lintforter Küchenstudio. Die Staatsanwaltschaft beschuldigt die ehemalige Geschäftsführerin und eine Mitarbeiterin, einem Mann aus Kamp-Lintfort den Auftrag gegeben zu haben, in ihr Küchenstudio einzubrechen und die Einrichtung mit Lackfarbe zu verunstalten. Daraufhin sollen sie ungerechtfertigt Geld von der Versicherung kassiert haben. Ein Urteil gab es allerdings auch diesmal noch nicht. Nachdem am letzten Verhandlungstag zwischen der Hauptangeklagten und ihrem ehemaligen Lebensgefährten zahlreiche Schläge unter die Gürtellinie gegeben hatte, hielten sich Angeklagte und Zeugen diesmal gediegen zurück. Vernommen wurde auch eine ehemalige Mitarbeiterin, die allerdings zu der Tat selber recht wenig sagen konnte. Aufgrund des ganzen Ärgers in der Firma, so gab sie an, vermute sie hinter dem ehemaligen Lebensgefährtin der Chefin den Drahtzieher des Einbruchs. Die 48-jährige hatte den Einbruch damals als erste bemerkt. Erst habe sie gestutzt, weil die Hintertüre so schwer aufgegangen sei. Trotzdem sei sie ins Geschäft gegangen und habe sowohl die zerbrochenen Fensterscheiben als auch die mit Lackfarben verschmierten Küchen gesehen. Obwohl sie es war, die die Polizei verständigt hatte, war sie allerdings nicht vernommen worden. Etwas ungewöhnlich schien es dann doch, dass sie über eine der Angeklagten und ihren Anwalt erst die übrigen Zeugenaussagen lesen durfte, bevor sie selber schriftlich dazu Stellung nahm.
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