Moers: Sand ins Auge?
Moers: Sand ins Auge?. Was man nicht weiß, macht einen nicht heiß. Es gibt viele Redewendungen, die davon handeln, seine Ruhe zu bewahren. Man kann etwas unter einen Teppich kehren oder noch besser: Der Vogel Strauß soll bei Gefahr seinen Kopf in den Sand stecken. Und so kann man schnell zur Tagesordnung übergehen. Dieses Prinzip funktioniert auch bei Baustellen. Aufgebaggert und schnell wieder Sand drauf. Was im Untergrund so alles im Argen ist, sieht man normalerweise und vielleicht glücklicherweise nicht. Man sieht nicht, wieviel Schmutzwasser ins Erdreich versickert und das Grundwasser verunreinigt. Auch nicht, wie die Wurzeln der Bäume die Rohre knacken. Oder was alles durch den Bergbau in der Vergangenheit abgesackt und gebrochen ist. Bei der Baustelle in Kapellen gibt es zwei offizielle Stellungnahmen der Stadt und des Energieversorgers, die Probleme verneinen. Lassen wir das einfach mal so stehen. Nur, die Leute direkt vor Ort auf der Baustelle haben ja auch keine Tomaten auf den Augen und fantasieren einfach drauflos, nur weil der Tag so lang ist. Nehmen wir aber mal den zweiten Punkt der Laternen, die samt neuen Leitungsrohren auf die andere Straßenseite verlegt wurden. Mehr Licht für weniger Geld ist ein braves Ansinnen. Aber hat jemand mal nachgerechnet, wie lange man Strom sparen muss, um eine neue Laterne wieder heraus gewirtschaftet zu haben? Da sind wir wahrscheinlich schon alle in Rente. Heribert Brinkmann
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